Gründung einer lokalen AGENDA-Gruppe Umwelt, Klima und Nachhaltigkeit

Montag, 03. Februar 2020 18:30 Uhr
Ratssaal Umweltausschuss

Das erste Treffen ist für den 3. Februar geplant, 18.30 Uhr, Ratssaal, Hauptstraße 12, 66459 Kirkel

 

Wir sehen es und wir hören täglich davon: Die Lebenssphäre unseres Planeten befindet sich in einem Prozess umfänglicher Veränderungen. Ganz gleich, ob diese Änderungen nur als Wetterphänomene abgetan werden oder ob sie als klimatische Vorgänge anerkannt werden, wie dies für die überwiegende Anzahl der Fachleute fraglos ist - die Folgen sind auch bei uns nicht mehr zu übersehen: gestiegene Temperaturen, Trockenheit und Extremwetterlagen, das Absterben von Waldbäumen, Migration aufgrund des Verlusts von Lebensgrundlagen. Es ist seit kurzem in diesem Zusammenhang von einem „Notstand“ die Rede. Was meint, dass die üblichen gesellschaftlichen Regelwerke nicht mehr oder nicht mehr ausreichend funktionieren, um Auswirkungen und Erfordernissen des klimatischen Wandels entsprechen zu können. Tatsächlich sind staatliche Organisationen nicht mehr allein in der Lage das Nötige zu veranlassen – das Verhalten und das Engagement der Bürger zählt jetzt, das von Firmen, Institutionen und Vereinen, von Landwirten, der Forstwirtschaft, der Industrie, des Handwerks, des dienstleistenden Gewerbes, von Verwaltungen und Konsumgüterproduzenten, von Verkehrsnutzern und -verursachern: Alle, schlicht alle, tragen willentlich oder unwillkürlich dazu bei, ob sich beispielsweise der Schadstoffausstoß beim Energieverbrauch verringern lässt, die Abwasserqualität verbessert, die Vielfalt der Pflanzen- und Tierwelt erhalten bleibt, ob Wälder ihre Bedeutung für Luft, Klima und Wasser behalten können usw. Der Grad der Verantwortung menschlichen Verhaltens und Wirtschaftens wird zwar immer noch in Abhängigkeit zu jeweiligen Interessenslagen und Gewohnheiten diskutiert. Dass menschliches Verhalten die weiteren Entwicklungen aber beeinflussen kann, ist unbestritten. Inzwischen zieht auch der Verweis auf andere nicht mehr. Die Frage stellt sich vielmehr, was jede/r Einzelne dafür tun kann, die Entwicklung und die Folgen einer weiteren Erderwärmung mit all seinen Folgen für die Atmosphäre, für Pflanzen, Tiere und Menschen positiv zu beeinflussen. Seit 1992, als die Vereinten Nationen das Programm zur Nachhaltigen Entwicklung „Agenda 21“ verabschiedet hat, haben sich auch bei uns lokale Gruppen für verschiedene Bereiche des öffentlichen Lebens gegründet. Sie haben in Zusammenarbeit mit der Gemeinde einiges maßgeblich angestoßen oder begleitet. Seit einigen Jahren sind diese Gruppen nun nicht mehr aktiv, wie fast überall übrigens. Nach Lage der Dinge halten es die Mitglieder des Umweltausschuss von Kirkel für geboten, eine Lokale Agenda-Gruppe für Umwelt, Klima und Nachhaltigkeit ins Leben zu rufen. Auch in unserer Gemeinde sind eine Vielzahl von Aktivitäten und Veränderungen vor allem durch die Willensbildung und das Engagement unserer Bürger möglich. Alle Interessierten und Betroffene, nicht zuletzt Vereine und Institutionen, alle, die mit Natur und Umwelt direkt oder indirekt zu tun haben, sind herzlich zur Gründung dieser Agenda-Gruppe eingeladen. Ziel ist, eine Bestandsaufnahme vorzunehmen für Möglichkeiten und Projekte praktischen Handelns bei uns und sie dann zur Umsetzung zu bringen - wo nötig und erforderlich, natürlich zusammen mit den Gemeindegremien und der Verwaltung. Das erste Treffen ist für den 3. Februar geplant, 18.30 Uhr, Ratssaal.