Das neuartige Coronavirus stellt schon seit geraumer Zeit eine Herausforderung für unsere Gesellschaft dar. Immer noch herrscht viel Ungewissheit in Sachen Umgang mit der aktuellen Lage. Aus diesem Grund hier ein paar Antworten und Anregungen zu häufig gestellten Fragen:

  1. Sind die aktuellen Restriktionen angebracht oder übertrieben?

Auf Grund der noch andauernden Ausgangbeschränkung wird unser alltägliches Leben derzeit auf den Kopf gestellt. Speziell der Verzicht auf soziale Kontakte macht dem ein oder anderen zu schaffen, besonders wenn das Wetter und die hinter uns liegenden Feiertage so zum Zusammenkommen einladen. Oft kommt deshalb die Frage auf: Sind die aktuellen Restriktionen angebracht oder übertrieben? Es ist so, dass die Krankheit in den meisten Fällen eher milde verläuft. Oft wird ein Vergleich zur Grippe herangezogen, bei welcher jährlich mehr Menschen ums leben kommen. Außerdem sind tendenziell bereits Vorerkrankte oder ältere Menschen einem höheren Risiko ausgesetzt. Also warum auf einmal solche Restriktionen? Das gravierende an dem neuartigen Coronavirus ist, dass es sich besonders schnell ausbreitet. Von Experten wird geschätzt, dass jeder Erkrankte etwa zwei bis drei weitere Menschen ansteckt. Ohne Kontakteinschränkungen, würde sich das Virus also rapide ausbreiten, was zu einer Überlastung unseres Gesundheitssystems führen würde. Im Ernstfall könnte also nicht jeder Erkrankte eine angemessene Behandlung erhalten, was das Sterberisiko nochmal erhöhen würde. Eine Ausgangsbeschränkung soll dafür sorgen, dass die Ausbreitung unter Kontrolle bleibt und genügend Behandlungskapazitäten vorhanden bleiben. Also sind die derzeitigen Restriktionen nicht übertrieben.

  1. Wie soll ich mich beim Lebensmittelkauf verhalten?

Derzeit macht es Sinn, seinen Wocheneinkauf vorab zu planen. Die Lebensmittelversorgung bleibt auch weiterhin sichergestellt, weshalb es keinen Grund zum Hamstern gibt. Nichts desto trotz ist es empfehlenswert, lieber einen großen Wocheneinkauf vorzunehmen, statt von Tag zu Tag einkaufen zu gehen. Dadurch kann die Ansteckungsgefahr deutlich gesenkt werden. Bei einem großen Einkauf macht auch ein Einkaufswagen Sinn, welcher sich praktischerweise ideal als Maß zum Abstandhalten eignet. Außerdem sollten Stoßzeiten von 12-14 Uhr und von 17-18 Uhr gemieden werden.

  1. Was sind mögliche Hygienemaßnahmen, um mit vor einer Infektion zu schützen?
  • Regelmäßiges und gründliches Händewaschen mit Seife (eine Anleitung finden Sie im Internet auf der Seite des Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie)
  • Husten und Niesen in die Ellenbeuge
  • Taschentücher nach dem Gebrauch sofort entsorgen
  • Das Berühren von Augen, Nase und Mund vermeiden
  • Händeschütteln vermeiden
  • Abstand halten
  • Regelmäßiges Lüften von Räumen

Sie gehören zur Risikogruppe 60+ und Ihnen fehlt das Leben und vor allem die sozialen Kontakte außerhalb der eigenen vier Wände? Dann melden Sie sich jetzt kostenfrei zu unserem Telefonring an, denn besonders in der jetzigen Zeit gilt es, füreinander da zu sein und Gemeinschaft zu erleben!

Das Prinzip funktioniert folgendermaßen:

  1. Sie melden sich bei unserem Sozialbüro-Team an, um am Telefonring teilzunehmen.
  • Teilnahmebedingungen:
    Sie erklären sich mit der Anmeldung automatisch dazu bereit, dass Ihre Telefonnummer von uns an Ihren Ringpartner weitergeleitet wird.
  1. Sie werden von uns einem Telefonring mit jeweils maximal 5 Mitgliedern zugeordnet und erhalten dann die Kontaktinformationen ihres jeweiligen Ringpartners.
  2. Zu einer vorher abgeklärten Uhrzeit ruft nun der Erste im Ring seinen Ringpartner einmal täglich an um sicher zu stellen, dass es ihm gut geht. In erster Linie kann die Zeit aber dazu genutzt werden, um sich über verschiedenste Themen auszutauschen, Treffen zu vereinbaren etc.! Ist das Telefonat beendet, ruft nun die kontaktierte Person seinen zugeteilten Ringpartner an, dieser wiederum seinen Partner usw., bis schließlich die Startperson angerufen wird und der Ring somit geschlossen ist. Ist der Ring geschlossen so gilt für den Tag: Heute ist alles in Ordnung, heute hatte ich wieder ein nettes Gespräch!
  • Spielregeln:
    Die maximale Sprechzeit pro Anruf wird auf 10-Minuten begrenzt, damit der nächste im Ring nicht allzu lange auf seinen Anruf warten muss. Die einzelnen Anrufe werden dabei in 10 Minuten Abständen durchgetaktet, damit jeder seine feste Anrufzeit hat und seinen Tagesablauf so besser planen kann. Besteht darüber hinaus Gesprächsbedarf, können natürlich gerne selbstständig weitere Telefonate vereinbart werden.
  1. Ist eine Person aus dem Kreis zu der abgemachten Uhrzeit unangekündigt auch nach 3 Anrufversuchen nicht erreichbar, wird von dem Ringpartner ein Notfallkontakt oder die Polizei verständigt, damit nach dem Rechten geschaut werden kann. Ein jeweiliger Notfallkontakt kann bei der Anmeldung freiwillig hinterlegt werden (z.B. Familie, Nachbarn, Freunde). Ist jemand aus dem Kreis an einem Tag verhindert und kann nicht an dem Ring teilnehmen, sollte das den Gesprächspartnern rechtzeitig mitgeteilt werden, damit die Person an dem Tag übersprungen werden kann.
  2. Halbjährlich wird dann ein sogenannter „Sitzring“ organisiert. Dort können sich die Teilnehmer auf freiwilliger Basis zum Kaffee und Kuchen zusammensetzen und sich auch außerhalb der eigenen 4 Wände kennen lernen (Je nach den aktuellen Hygiene-Gegebenheiten).

Haben wir Ihr Interesse geweckt?
Oder haben Sie noch offene Fragen?

Dann kontaktieren Sie unser Sozialbüro:
Telefon:   06841 / 8098-14 oder 06841 / 8098-30
(Alle nötigen Anmeldeinfos erfragen wir telefonisch)

(Sie erhalten von uns ein Anmeldeformular, welches Sie dann ausgefüllt an uns zurückschicken können)

Nach der Anmeldung bekommen Sie von uns nochmal den genauen Ablauf erklärt!