Das Wappen der Gemeinde Kirkel

Das Wappen der Gemeinde Kirkel enthält die wesentlichen Symbole aus den ehemaligen Gemeindewappen Altstadt, Kirkel-Neuhäusel und Limbach.

Aus dem Gemeindewappen der früheren Gemeinde Kirkel-Neuhäusel wurde der Schnörkel in das neue Wappen übernommen. Er findet sich bereits in einem Kirkeler Schultheißsiegel des Jahres 1729 mit der Inschrift "Kirkeler Gerichtssiegel", wie sich aus dem im Kirchenschaffnei-Archiv Zweibrücken verwahrten Faszikel ersehen lässt. Ob ein Zusammenhang zwischen dem Schnörkel und der Deutung des Ortsnamens besteht, lässt sich bis heute nicht mit Sicherheit klären. Tilemann Stella von Siegen, Geometer und Verfasser der Beschreibungen der beiden Ämter Zweibrücken und Kirkel aus den Jahren 1563/1564, hat als Deutung des Ortsnamens aus dem lateinischen Wort "circulus" die deutsche Form "Kreis" hergeleitet. Es ist aber durchaus denkbar, dass mit dem Schnörkel noch etwas anderes ausgedrückt werden sollte.

Der Ortsteil Altstadt ist im Wappen durch das goldene Richtschwert vertreten. Es verweist darauf, dass auf dieser Gemarkung das Hochgericht der Grafen von Homburg bis ins 17. Jahrhundert seinen Sitz hatte. Der Flurbezirk "Galgenberg" ist heute noch ein entsprechender Hinweis auf die ehemalige Hinrichtungsstätte.

Die drei Lindenblätter spiegeln die Bedeutung des Ortsnamens "Lientpach" wieder, wie das Dorf im Jahre 1295 genannt wurde. "Lientpach" bedeutet nämlich "Ansiedlung am Bach mit Lindenbäumen".

Gleichzeitig mit der Wappenverleihung erhielt die Gemeinde Kirkel das Recht, die Farben "Blau-Weiß" als Gemeindefarben zu führen. Sie erinnern an die frühere Zugehörigkeit zum Lande Bayern.